Wohnberatung

Schwellenlose Wohnungen und Häuser sind komfortabel und bequem für Menschen jeden Alters und in jeder Lebenssituation. Für hochaltrige Menschen und für Menschen mit Behinderungen sind sie notwendig, um selbstständig und selbstbestimmt zu wohnen. Leider fehlen auf dem Wohnungsmarkt häufig passende und bezahlbare Wohnangebote.

Aber vielen Menschen ist damit geholfen, wenn die vorhandene Wohnung/das Haus bequemer, sicherer und alltagstauglicher gestaltet wird. Wenn das nicht ausreicht oder ein Neuanfang gewünscht ist, kann ein Umzug in eine Wohnalternative sinnvoll sein. Wohnberatung unterstützt dabei, die passenden Entscheidungen zu treffen und sie auch umzusetzen.

Film über die Wohnberatung Link

Die Fachstelle für Wohnberatung im Niedersachenbüro möchte erreichen, dass allen Bürgerinnen und Bürgern eine qualifizierte und kostenfreie Wohnberatung zur Verfügung steht. Dazu bilden wir Wohnberaterinnen und Wohnberater in den Landkreisen und kreisfreien Städten in Niedersachsen aus. Wir stellen viele nützliche Arbeitshilfen und Informationen zur Verfügung. Schauen Sie sich doch mal bei uns um!

Fortbildung Di, 24. März 2020
Sechstägige Grundlagenschulung für ehrenamtliche Wohnberaterinnen und Wohnberater im LK Vechta wird verschoben mehr

In der sechstägigen Fortbildungsreihe werden die Grundlagen der Wohnberatung vermittelt. Die Fortbildung richtet sich an Ehrenamtliche aus den Landkreisen Vechta, Oldenburg und Cloppenburg. Weitere Informationen im Flyer pdf


Veranstaltungsort

Ludgeriswerk in Lohne

Veranstalter

Niedersachsenbür in Koop. SPN Vechta
Fortbildung Di, 7. April 2020
Wohnformen fällt aus mehr

Im Rahmen einer Nachschulung ehrenamtlicher Wohnberaterinnen und Wohnberater wird ein Überblick über Wohnformen gegeben. Die Schulung findet von 9.00 bis 13.00 statt und ist für Interessierte offen.


Veranstaltungsort

Berufsschule Syke

Veranstalter

Niedersachsenbüro in Koop. mit ZukunftsWerkstatt Gesundheit und Pflege e. V.

Anmeldung unter 04203 – 78 77 00 oder rita.wegg@gmx.de

Fortbildung Do, 23. April 2020 fällt aus
Wohnungsanpassung Teil 1 wird verschoben auf den 4. November mehr

Es wird ein Überlick über die Maßnahmen der Wohnungsanpassung gegeben. Weitere Informationen im Flyer pdf


Veranstaltungsort

Handelshaus, Hinüberstr. 16-18, Hannover

Veranstalter

Niedersachsenbüro

Anmeldung unter wohnberatung@neues-wohnen-nds.de

Alle Termine finden Sie hier

Es gibt wieder Zuschüsse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen bei der KfW

Ab sofort können private Eigentümer oder Mieter wieder Zuschüsse für Maßnahmen zur Barrierereduzierung bei der KfW beantragen. Sämtliche Informationen zu diesem Thema finden Sie hier: Link mehr

2020 stehen sogar mehr Mittel zur Verfügung: Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) hat die verfügbaren Fördermittel um 25 Millionen auf insgesamt 100 Millionen Euro erhöht. Das BMI und die KfW reagieren damit auf die anhaltend hohe Nachfrage nach finanzieller Förderung für barrierereduzierende Maßnahmen.

 

 

 

Arbeitsmappe zur Wohnberatung - Unterlagen zur Finanzierung wurden aktualisiert

Die Aktualisierungen beziehen sich auf die Förderung durch die NBank und Fördermöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen (s. u.). Bitte tauschen Sie die Informationen in Ihren Arbeitsmappen aus: Checkliste und Text zur Finanzierung S. 4-7. Sie finden die aktualisierten Materialien unter folgendem  Link

Verbesserung bei der Finanzierung von wohnumfeldverbessernden Maßnahmen für Menschen mit Behinderungen

Ab 2020 werden mehr Menschen mit Behinderungen Leistungen für Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen beziehen können. Da die Eingliederungshilfe ab 2020 aus dem Sozialhilferecht herausgelöst und als Teil 2 ins SGB IX (Rehabilitations- und Teilhaberecht) übernommen, werden unter anderem Freibeträge für Vermögen und Einkommen  deutlich angehoben werden. Auch wird dann das Partnervermögen und -einkommen nicht mehr mit angerechnet. mehr

Menschen mit einer nicht nur vorübergehenden geistigen, körperlichen oder seelischen/psychischen Behinderung haben Anspruch auf Eingliederungshilfe, wenn ihre Fähigkeit zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben durch die Behinderung wesentlich eingeschränkt ist. Die Leistungen der Eingliederungshilfe werden erbracht, um eine drohende Behinderung zu verhindern (Prävention) oder um eine Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern und so Chancen zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu gewährleisten.

Wohnungsanpassungsmaßnahmen in der Wohnung können für diese Zielgruppe über die Eingliederungshilfe finanziert werden, wenn der Zuschuss der Pflegekasse nicht ausreicht oder wenn kein Pflegegrad besteht. Durch das Bundesteilhabegesetz (BTHG) wird die Eingliederungshilfe zum 1.1.2020 aus dem Sozialhilferecht herausgelöst und als Teil 2 ins SGB IX (Rehabilitations- und Teilhaberecht) übernommen. Das bedeutet, dass Freibeträge für Vermögen (voraussichtlich ca. 50.000 €) und Einkommen (wird jährlich festgelegt) deutlich angehoben werden. Auch wird dann das Partnervermögen und -einkommen nicht mehr mit angerechnet. Damit wird der Kreis der Leistungsbezieher erweitert und der Selbstbehalt bleibt deutlich höher. Zum 1.1.2023 werden die Voraussetzungen für die Eingliederungshilfe neu geregelt, das heißt, der leistungsberechtigte Personenkreis wird neu definiert.

Wenn Menschen mit Behinderungen gleichzeitig pflegebedürftig sind, wird Eingliederungshilfe nur gewährt, wenn der Bezug der Eingliederungshilfe vor Eintritt in das Rentenalter beantragt wird und wenn nicht vorrangig Pflegebedarf die Ursache ist. In diesem Fall wird Hilfe zur Pflege gewährt und die Finanzierung der Anpassungsmaßnahmen  erfolgt auch weiterhin über die Sozialhilfe, sofern der Zuschuss der Pflegeversicherung nicht ausreicht.

Gesetzliche Grundlage ist das SGB IX, Kapitel 6: Soziale Teilhabe:
§ 113  Leistungen zur Sozialen Teilhabe (ab. 1.1.2020)
(1) 1Leistungen zur Sozialen Teilhabe werden erbracht, um eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen oder zu erleichtern, soweit sie nicht nach den Kapiteln 3 bis 5 (Anm. medizinische Rehabilitation, Teilhabe am Arbeitsleben, Teilhabe an Bildung) erbracht werden. 2Hierzu gehört, Leistungsberechtigte zu einer möglichst selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Lebensführung im eigenen Wohnraum sowie in ihrem Sozialraum zu befähigen oder sie hierbei zu unterstützen. 3Maßgeblich sind die Ermittlungen und Feststellungen nach Kapitel 7.

(2) Leistungen zur Sozialen Teilhabe sind insbesondere

Leistungen für Wohnraum,
Assistenzleistungen

§ 77 Leistungen für Wohnraum
(1) 1Leistungen für Wohnraum werden erbracht, um Leistungsberechtigten zu Wohnraum zu verhelfen, der zur Führung eines möglichst selbstbestimmten, eigenverantwortlichen Lebens geeignet ist. 2Die Leistungen umfassen Leistungen für die Beschaffung, den Umbau, die Ausstattung und die Erhaltung von Wohnraum, der den besonderen Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen entspricht.

(2) Aufwendungen für Wohnraum oberhalb der Angemessenheitsgrenze nach § 42a des Zwölften Buches sind zu erstatten, soweit wegen des Umfangs von Assistenzleistungen ein gesteigerter Wohnraumbedarf besteht.

Anspruch auf Eingliederungshilfe besteht nur nachrangig, das heißt die Leistungen der Eingliederungshilfe werden nur gewährt, wenn die Leistungen nicht durch einen vorrangig verpflichteten Leistungsträger wie zum Beispiel die Krankenversicherung, Rentenversicherung, Integrationsamt oder Agentur für Arbeit erbracht werden. Über diese Rehaträger werden wohnumfeldverbessernde Maßnahmen finanziert, wenn sie zur Verbesserung der Arbeitsaufnahme (z. B. Treppenlift im Eingangsbereich) oder am Arbeitsplatz selbst erforderlich sind. Die Maßnahme muss notwendig und wirtschaftlich sein und wird einkommensunabhängig gezahlt.

Informationen und Beratung  für die Zielgruppe der Menschen mit Behinderungen gibt es bei den unabhängigen Teilhabe-Beratungsstellen (EUTB) in den Landkreisen und kreisfreien Städten: Link

 

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